Irene Ulrich
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Publikationen

Eine Reise durch den Musikzyklus PENDULUM von Eberhard Weber

Pendulum Kreisen.
Meditieren.
Träumen.
Das Konkrete verlieren.
Es schaffen, das Konkrete aufzulösen.
Es schaffen, das Konkrete hinter sich zu lassen.
Vor den Bildern. In der Musik.

SoundtracksWie in einem Spiegel


Bild. Text. Musik. In einem Bild, einer Textzeile, einem Stück Musik kannst du dich selbst erkennen. Dabei … was du siehst, liest oder hörst kann sehr wohl völlig an dir vorbei gehen. Nichts mit dir zu tun haben. Dich nicht berühren und völlig gleichgültig lassen.
Meistens ist das so.

Aber dann – in einer Ausstellung, in einer Galerie – bleibst du plötzlich stehen vor einem bestimmten Bild. Bleibst hängen an einer Zeile, einem Wort.

Zeichen der ZeitDie Zeit als Prozess fortwährender Veränderung beschreibt die Abfolge von Ereignissen als Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend zur Zukunft hin. Reine Zeit existiert nicht. Zeit lässt sich nur durch das wahrnehmen, was in ihr geschehen ist.

Ziel des künstlerischen Projektes war es, die Zeit in ihren drei Dimensionen zu erforschen und künstlerisch umzusetzen.

Vergangenheit ist erinnerte Zeit.
Erinnerungen aufleben und fließen lassen.
Gegenwart ist Ereigniszeit. Aus Ereignis Gestalt und Erlebnis werden lassen.
Zukunft ist im Heute bereits angelegt, jedoch offen d.h. beeinflussbar.

 
Bei Interesse an einer Publikation wenden Sie sich bitte per E-Mail an mail@irene-ulrich.de.

STIMMEN

Irene Ulrich hat sich in ihrem neuen Werkzyklus „Schichten“ von der Musik von Eberhard Weber inspirieren lassen, von diesem runden, coolen Modern Jazz, der seit Jahrzehnten die Jazzfans auf der ganzen Welt in ihren Bann zieht. Seit 2008 erstellt sie Werkserien, die auf der Musik aufbauen, die ihr Leben begleiten. So entstand die Reihe „Child in Time“ rund um den Sound der Deep Purple oder die Reihe „When the levee breaks“ auf Grundlage der Musik von Led Zeppelin.
Die gezeigten Werke der Reihe „Schichten“ sind nicht nur eine Hommage an einen der besten Jazz-Bassisten aller Zeiten, sondern auch ein interessanter Ansatz in der Verwendung verschiedener Techniken und Materialien. So ist der Name „Schichten“ natürlich nicht zufällig gewählt. Irene Ulrich fügt einzelne Blatteile auf sehr großen Blättern zusammen und bearbeitet diese Basis dann mit Tusche, Acryl, Kreiden …, wodurch sie „Schichten“ erzeugt, diese miteinander verbindet und schon haben wir die Verbindung zu Eberhard Weber, der in der Musik akustische Klangteppiche webt; Irene tut dies im optischen Bereich.
In der Ausstellung geht es dem Betrachter ebenso wie dem Zuhörer der Musik von Eberhard Weber. Die Werke erschließen sich dem Betrachter / Zuhörer nicht von selbst; diese Werke wollen entdeckt, verstanden, aufgenommen werden. Wer sich auf diesen Prozess einlässt, der wird bei Irene Ulrich wie bei Eberhard Weber zum gleichen Ergebnis kommen – großartig!
 
Irene Ulrich machte im Rahmen eines Selbsterfahrungsworkshops parallel zu ihrer Ausstellung „Soundtracks“ mit Techniken vertraut, die geeignet sind, aus Musikimpressionen einen künstlerischen Ausdruck zu gestalten.
Höhen und Tiefen, wummernde Bässe, mächtige Tongebäude und ruhige Passagen lassen verschiedene Linien entstehen, die sie sich ausschnittsweise als Grundlage für den weiteren Prozess, Gehörtes zu verarbeiten, vornimmt oder ungefiltert im Aquarell einfängt.
 
Irene Ulrich beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Zeichnung und Malerei. Dieser Weg führte sie durch weite Felder des freien und prozessorientierten Experimentierens mit vielen Spielarten von Zeichnung und farblicher Gestaltung, von bildnerischen Ausdrucksweisen und künstlerischen Haltungen.
Beim Machen von Bildern in solcher Haltung wird nicht nach Bildzeichen gesucht, die gedanklich vorgestellte Betrachter genau so verstehen sollen wie sie seitens der Malenden gedacht wurden, es werden keine ein-deutigen Botschaften in die Bilder verpackt. Dagegen werden den Betrachtenden Signale, Reize usw. zugespielt, die der subjektiven Innenwelt der Künstlerin entspringen oder die durch wenig gesteuerte, bisweilen völlig zufällige Reaktionsweisen des bildnerischen Werkstoffs während des Experimentierens entstanden sind.
Irene Ulrich will die Auswirkungen ihrer bildnerisch-gestalterischen Eingriffe sehen und erleben, verschiedene Techniken und deren Kombination miteinander erkunden.